Die Gefahr des Stürzens

Die Gefahr des Stürzens

Die Gefahr des Stürzens

Ein Sturz ist schnell passiert und jeder von uns hat als Kind oder im erwachsenen Alter schon die Erfahrung damit gemacht. Stolpern und Stürzen ist gemäss Suva, dem grössten schweizerischen Unfallversicherer, die häufigste Unfallursache in der Schweiz (1). Dabei können Stürze sowohl bei sportlichen Aktivitäten im Freien wie Joggen, Wandern oder Klettern passieren, als auch in ganz alltäglichen Situationen in den eigenen vier Wänden. Der Schweregrad eines Sturzes kann dabei von einer Reihe von verschiedenen Faktoren abhängen:

  • Aus welcher Höhe stürzt die Person?
  • Stürzt die Person auf einer Treppe oder auf einem ebenen Boden?
  • Kann sich die Person noch auffangen?
  • Stürzt die Person auf einen Gegenstand oder prallt gar an einem Gegenstand ab?
  • Welche Körperteile sind vom Sturz betroffen?
  • Wie stark ist der Aufprall?

Besonders sturzgefährdet sind ältere Personen. Mobilitäts- und Gleichgewichtsstörungen, Seh- und Hörstörungen oder kurzer Bewusstseinsverlust sind laut dem Universitätsspital Basel mögliche Risikofaktoren für Stürze im hohen Alter. Auch Geh- oder Sehhilfen können die Sturzgefahr von Seniorinnen und Senioren erhöhen (2). Ein Sturz kann, insbesondere bei älteren Menschen, zu weitreichenden Folgen, wie langwierigen Spitalaufenhalten, Verlust von Selbstständigkeit im Alltag bis hin zum Tod, führen.

Allein in der Schweiz stürzen rund 80’000 ältere Menschen in ihrem Wohnraum (3). An den Folgen eines Sturzes sterben rund 1’400 der Betroffenen (4). Dabei gelten nicht nur die über 80-jährigen als besonders sturzgefährdet, auch Menschen mit Epilepsie, Patienten in stationär oder ambulant psychiatrischer Behandlung oder auch Kleinkinder sind von solchen gesundheitsgefährdenden Ereignissen betroffen. Wie bei jedem Unfall gilt: Jede Sekunde zählt und je schneller erste Hilfe geleistet werden kann, desto grösser sind die Heilungs- und Überlebenschancen. Gemäss Stiftung Anaesthesiologie kann bei einem Herzstillstand ohne Reanimation die Überlebenschance pro Minute um ca. 10 Prozent sinken. Bleibt die Erste Hilfe nach 5 Minuten aus, so ist die Überlebenschance verschwindend klein. (5)

Die Praxis zeigt, dass in individuellen Wohnräumlichkeiten die physische Sicherheit von schutzbedürftigen Menschen nicht während 24 Stunden gewährleistet werden kann. Auch in Privat- und Alterswohnungen, Altersresidenzen, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Psychiatrien sowie anderen Organisationen im Gesundheitswesen ist eine lückenlose Betreuung durch Dritte meist aufgrund fehlender Ressourcen und zunehmendem Kostendruck nicht möglich. So kann es vorkommen, dass eine schutzbedürftige Person im Zimmer stürzt und Stunden unbemerkt liegen bleibt bis Dritte zur Hilfe eilen.

Um sturzgefährdeten Personen Schutz zu gewährleisten und Pfleger/-innen in ihrer alltäglichen Arbeit zu entlasten, haben wir eine revolutionäre technologische Lösung zur kontaktlosen Sturzerkennung entwickelt. Die Safe-Living Lösung von Sedimentum trägt dazu bei, das Leben von Tausenden von Menschen sicherer und autonomer zu gestalten. Durch das Anbringen eines kleinen Sensor-Devices in den Räumlichkeiten der schutzbedürftigen Person, werden Raumdaten und Bewegungsaktivitäten der schutzbedürftigen Person in Echtzeit ermittelt. Das selbstlernende System berücksichtigt diese Parameter im Raum, bewertet diese laufend und erstellt auf deren Basis einen “Normalzustand”. Weichen die erfassten Daten von diesem normalen Zustand ab, dann löst das Device umgehend einen Alarm an Dritte wie Pfleger/-innen oder Obhutspersonen aus. Im Vergleich zur Sturzerkennung von Smartwatches und Wearables ist der Sensor von Sedimentum nicht nur kontaktlos (muss nicht getragen, berührt oder bedient werden), sondern erkennt alle unterschiedlichen Arten von Stürzen aufgrund der einzigartigen und intelligenten Datenverarbeitung und löst in Echtzeit einen Alarm an Dritte aus. Die Erfassung und Auswertung der Daten ist dabei vollständig anonymisiert und verschlüsselt, sodass keine persönlichen Daten erfasst werden und der Datenschutz gewährleistet ist.

Mit der einzigartigen Technologie trägt Sedimentum dazu bei, dass der Schutz von besonders sturzgefährdeten Personen vollautomatisch erhöht wird. Zudem unterstützt die Safe-Living Lösung das Personal, da eine lückenlose Betretung von schutzbedürftigen Personen nicht möglich ist. Mit der innovativen Lösung gibt Sedimentum schutzbedürftigen Personen ein Stück Autonomie zurück und stellen gleichzeitig sicher, dass bei einem gesundheitskritischen Ereignis schnell und zuverlässig gehandelt wird.

 

(1) https://www.suva.ch/de-CH/material/Sicherheitsregeln-Tipps/tipps-damit-sie-nicht-stuerzen

(2)Universitätsspital Basel. Sturzprävention. Februar 2011: https://gesundheitsfoerderung.ch/assets/public/documents/de/5-grundlagen/publikationen/gfia/best-practice/Via_-_Best-Practice-Studie_Sturzpraevention_-_Zusammenfassung_und_Empfehlungen.pdf

(3) bfu, status 2019,online, 1.12.2019, https://bit.ly/34Xkgsp

(4) bfu, Statistik der Nichtberufsunfälle, online, 1.12.2019, https://bit.ly/36cyfL9

(5) https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/notfall-erste-hilfe/erste-hilfe-im-notfall-richtig-handeln

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